Aktuelles aus dem IBAF-Bereich Sonderpädagogik

8. spz-online Würzburg erfolgreich abgeschlossen

Eine freudige und ausgeglichene Stimmung herrschte bei der Übergabe der Zertifikate für die Sonderpädagogische Zusatzqualifikation für Fachkräfte, die in Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten. 17 Fachkräfte haben erfolgreich an einer einjährigen Weiterbildung an der Robert Kümmert Akademie teilgenommen und glücklich ihre Zertifikate in Empfang genommen. In der Weiterbildung schärften die  Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung ihr sonderpädagogisches Profil und ihre Fähigkeiten im Umgang mit Menschen mit Behinderung.

Die Weiterbildung wurde in der nun fast 10-jährigen guten Kooperation zwischen der Robert Kümmert Akademie und dem Institut für berufliche Aus- und Fortbildung (IBAF) durchgeführt. Beide Bildungsträger verfügen über langjährige Erfahrungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Die modular gestaltete Weiterbildung zeichnete sich durch individuelle Lernmöglichkeiten in einem Onlineportal und sechs Präsenzwochen in Würzburg aus. 

Darüber hinaus konnten die Teilnehmer*innen in Bildungsworkshops, die sie gemeinsam mit Menschen mit Behinderung aus den Werkstätten gestalteten, ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen erweitern. Bei den Studientagen haben die Fachkräfte ihren Blickwinkel in Bezug auf andere Werkstätten überprüfen und wichtige berufliche Einblicke gewonnen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Robert Kümmert Akademie und dem Institut für Aus- und Fortbildung findet ihre Fortsetzung in der 9. spz-online, die am 16.07.2018 in Würzburg startete. Als Ansprechpartner stehen Ihnen Herr Michael Wenzel von der Robert-Kümmert-Akademie (Lehrgangsleitung) und Svenja Voss vom IBAF gerne zur Verfügung.

Frauen machen sich stark – jetzt auch in WfbM

Im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) wurde auch die Mitwirkungsverordnung (MWVO) für die Mitbestimmungsgremien in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) optimiert.

Erstmalig wurden im Herbst 2017 bundesweit Frauenbeauftragte in den Werkstätten gewählt und haben ihre Arbeit aufgenommen. Zu den Aufgaben der Frauenbeauftragten zählt zum Beispiel, auf die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Werkstatt zu achten. Sie treten für die Vereinbarkeit von Familie und Werkstatttätigkeit ein. Die Frauenbeauftragten sind außerdem Ansprechpartnerinnen in Fällen von Belästigung und Gewalt gegen Frauen.

Um für diese Arbeit gut gerüstet zu sein, bieten Mixed Pickles e. V. und die IBAF gGmbH gemeinsam Schulungen für die Frauenbeauftragten an. Das Besondere: Diese Schulungen werden immer von einer Dozentin mit und einer Dozentin ohne Behinderung gemeinsam durchgeführt.

Wir starten im Februar mit der ersten Schulung in Rendsburg. Drei weitere Schulungen sind bereits in Planung und werden im Kreis Ostholstein und im Kreis Segeberg stattfinden.

Alle weiteren Informationen erhalten Sie auf der Website des IBAF www.ibaf.de im Bereich Sonderpädagogik. Oder Sie melden sich einfach bei unserer Ansprechpartnerin Gudrun Biesel:
Telefon: 04331 – 130671, gudrun.biesel-TextEinschließlichBindestrichenLöschen-@ibaf.de.

Svenja Voss, IBAF gGmbH
Januar 2018

Qualifizierung zum betrieblichen Inklusionscoach erfolgreich abgeschlossen

Ein Kooperationsprojekt des Fachbereiches Sonderpädagogik mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

In der ersten Jahreshälfte 2016 fand im Fachbereich Sonderpädagogik eine Qualifizierung zum betrieblichen Inclusionscoach in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein statt. Elf Mitarbeit/innen, die überwiegend als Ausbildungsberat/innen im Agrarbereich fungieren, erhielten von erfahrenen Dozent/innen eine Schulung zu den Inhalten:

  • UN-Konvention „Inklusion“; Umgang mit Behinderung und Behinderungsbilder
  • Fördergelder und Unterstützungsmöglichkeiten
  • Rechtliche Grundlagen im Kontext von betrieblicher Ausbildung und Behinderung
  • Netzwerkstrategien und Weiterentwicklung der beruflichen Rolle als Ansprechpartner/in für Menschen mit Behinderung

Ins Leben gerufen wurde dieses Qualifizierungsprojekt im Rahmen des Förderprogrammes des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales „Implementierung von Inklusionskompetenz in Kammern“, an dem die Landwirtschaftskammer in Schleswig-Holstein seit 2014 teilnimmt und ihre Mitarbeiterin Sabine Potthast mit dem Querschnittsthema Inklusion betraut hat.

Laut dem Geschäftsführer Peter Levsen Johannsen sei die  Landwirtschaftskammer als Dienstleister für Forstwirtschaft, Gartenbau und Fischerei sehr daran interessiert, die Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven behinderter Menschen weiter zu verbessern. Allein in Schleswig-Holstein leben ca. 338.000 Menschen mit Handicap, und in der Agrarwirtschaft ist in zwölf Berufen eine Werker- und Fachpraktikerausbildung möglich. Nun, so Johannsen weiter, können sich „grüne Betriebe“ und auch Menschen mit Behinderung direkt an die Inclusionscoaches wenden, wenn Sie z. B. Fragen zu ihren Ausbildungsverträgen haben.

Und auch Prof. Dr. Ulrich Hase, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung, betont bei seiner Abschlussrede die Wichtigkeit der Implementierung von Inklusionskompetenz. Lobend hebt er das Engagement der Landwirtschaftskammer hervor und hofft, dass sich noch weitere Kammern in Schleswig-Holstein auf den Weg machen. Inklusion in der Arbeitswelt benötigt wirksame Begleitungsprogramme, und den Betrieben müssen Know-how und Ansprechpersonen zur Verfügung gestellt werden, damit sich die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verbessert.

In diesem Zusammenhang bedanken sich die anwesenden Redner auch besonders bei Svenja Voss und ihrem Team, welches die Qualifizierung zum betrieblichen Inclusionscoach in Zusammenarbeit durchgeführt hat.

Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zum Download
Grußwort des Geschäftsführers anlässlich der Übergabe der Abschlusszertifikate

Text: Dr. Lisa Schreieder • Stand 20.06.2016
Druckfunktion Diese Seite weiterempfehlen
Zum Seitenanfang