Fachkräfte im Seminar

Besondere Aufgaben – besondere Ausbildung

Die Sonderpädagogische Zusatzqualifikation für Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen

Sie sind Fachkraft in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) oder Mitarbeiter/in in einer sonstigen Beschäftigungsstätte? Um den gesetzlichen Auftrag der Werkstatt fachgerecht gestalten und durchführen zu können, müssen Sie besonders geschult sein. Daher sind Sie laut Werkstättenverordnung verpflichtet, die Sonderpädagogische Zusatzqualifikation zu erwerben.

Hierzu bietet Ihnen das IBAF zwei verschiedene Möglichkeiten der berufsbegleitenden Weiterbildung an:

  • Die Schulung in klassischer Präsenzform, spz-präsenz, und
  • die spz-online – eine Kombination von Präsenzseminaren und E-Learning

Die Inhalte der Weiterbildung: Kompetenz und Handlungssicherheit

Ob online oder offline: Die Weiterbildung wird jeweils auf Grundlage der Lehrgangsempfehlung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB 2004) und den Empfehlungen des Arbeitskreises Qualitätsstandards für die SPZ (gFAB) der BAG:WfbM vom Januar 2005 durchgeführt. Sie ermöglicht den Erwerb folgender Kompetenzen:

  • Kommunikative Kompetenz (u. a. verständliche Ausdrucksweise, Methoden der Gesprächsführung, Feedback geben und erhalten)
  • Soziale Kompetenz (u. a. Führungstechniken, Konflikt- und Problemverhalten, Teamfähigkeit)
  • Technische und organisatorische Kompetenz (u. a. fachspezifisches Wissen, technisches Verständnis, sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Kompetenzen)
  • Arbeits- und sonderpädagogische Kompetenz (u. a. Arbeitsvorbereitung und Durchführung, Planung und Umsetzung des Rehabilitationsverlaufes, Organisation von Einzel- und Gruppenarbeitsprozessen, Organisation und Durchführung von Angeboten der beruflichen Bildung und arbeitsbegleitenden Maßnahmen)

Entsprechend §§ 4-8 der Fortbildungsprüfungsverordnung zur „Geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen“ (gFAB)  werden darüber hinaus die folgenden fünf Handlungsbereiche berücksichtigt:

  • Planung des Rehabilitationsverlaufs sowie der Förderung in der WfbM/WfpbM
  • Berufs- und Persönlichkeitsförderung der Menschen mit Behinderung
  • Gestaltung der Arbeit unter rehabilitativen Aspekten
  • Kommunikation und Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung und Institutionen des Umfeldes
  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Abschluss und Weiterentwicklung

Nach erfolgreichem Ablegen aller Leistungsnachweise und Teilnahme am Abschlusskolloquium wird Ihnen ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an der Sonderpädagogischen Zusatzqualifikation für Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung in WfbM verliehen, das den Anforderungen der Werkstättenverordnung gerecht wird.

Um sich auf die staatliche Prüfung zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung vorzubereiten, kann im Anschluss an die Weiterbildung ein Aufbaukurs beim IBAF besucht werden.

Für Fachkräfte aus WfbM, deren Sonderpädagogische Zusatzqualifikation schon länger zurückliegt und die ihre fachliche Kompetenz gern aktualisieren und auffrischen möchten, bietet das IBAF zudem regelmäßig ein spz-update an.

Foto: IBAF
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